Startseite > On Tour > Harzer Hexenstieg Solo 12.05.2010 – 15.05.2010

Harzer Hexenstieg Solo 12.05.2010 – 15.05.2010

Am 12.05.2010 gings per Bahn nach Osterode. Der Zug spuckte mich kurz nach 20:00 Uhr aus, so daß ich gegen 20:30 am Start des Hexenstieges ankam.

Der Plan war, an diesem Abend noch bis zum Eselsplatz zu laufen, um dort in der Schutzhütte zu nächtigen. Diese war leider schon belegt, also hiess es weiterlaufen. So langsam wurde es dann auch dunkel und die Temperaturen gingen auf 4° C. Am Mangelhalber Tor wurde deswegen kurz pausiert und sich gestärkt. Die nächste Schutzhütte auf dem Weg wäre an den Bärenbrucher Teichen gewesen, ich machte jedoch einen Abstecher zu der Gerhard – Gärtner – Hütte und nächtige dort, was sich als richtig erwies, wie sich am nächsten morgen rausstellen sollte.

2. Tag 13.05.2010

Nach einem kurzen Frühstück wurde am Morgen schnell zusammengepackt um weiterzulaufen. Schon wenig später, gegen 6:15 kam ich an der Schutzhütte an den Bärenbrucher Teichen vorbei, aus der heftiges Schnarchen drang. Zum Glück habe ich den Abstecher am Abend vorher gemacht…

So langsam wurde der Weg auch interessant, ging es doch ab jetzt ins Oberharzer Wasserregal. Bis hierher rühmte sich der Hexenstieg leider nur mit Forstautobahnen. Leider spielte das Wetter auch an diesem Tag nicht mit, es nieselte leicht. Es kam wie es kommen musste : Durch feuchte Wegbedingungen und Baumwurzeln legte ich mich am Entensumpf auf die Schnauze!

Wenig später errichte ich ein technisches Higlight des Wasserregals, die Hutthaler Widerwaage. Diese ermöglichte es den Bergleuten, den Wasserlauf umzukehren und das Wasser in die jeweils gewünschte Richtung fliessen zu lassen.

Entlang des Dammgraben Systems ging es weiter Richtung Polsterberger Hubhaus. Da der Magen knurrte, wurde ein Abstecher zum Jägersbleeker Teich gemacht um dort ausgiebig zu rasten, Wasser aufzunehmen und Tee zu trinken, war dann doch recht schattig.

Gut gestärkt ging es über Altenau Richtung Torfhaus weiter. Mittlerweile dichter Nebel, doch das hielt diverse Touristen und Tageswanderer nicht ab, also schnell weiter zum Großen Torfhausmoor.

Ab jetzt beginnt das, was man Brockenaufstieg nennt. Mir kamen nur Touristen entgegen, ich war der einzige der noch Richtung Brocken ging, lag wahrscheinlich am Nebel und der Uhrzeit, war ja schon gegen 16:00. Für mich ging es dann nur noch bis zur Hütte Eckersprung, ich hatte für diesen Tag genug…. Da man hier nicht vernünftig lagern kann, ging es über die Hütte „Dreieckiger Pfahl“ zur Hütte „Schierker Straße“, leichter Umweg und Abstieg, was solls. Hier hatte ich jedenfalls meine Ruhe, auch wenn das Dach leckte.

3. Tag 14.05.2010

Nach einer nicht sehr erholsamen kurzen Nacht, dafür aber ausgiebigem Frühstück ging es gegen 7:00 an den Brockenaufstieg über den „Neuen Goetheweg“. Mal wieder im dichten Nebel, aber wenigstens trocken und auf Grund der Uhrzeit auch schön einsam, ich hatte den „Berg“ für mich!

Am „Gipfel“ angekommen, schnell ein Foto gemacht und dann eine Gulaschsuppe verschlungen.

Satt und aufgewärmt ging es dann an den Abstieg über Brockenchaussee und Glashüttenweg zum Trudenstein

Recht schnell war ich dann in Drei Annen Hohne, bei einer Erbsensuppe und einem köstlichen Alster gab es noch die Harzer Schmalspurbahn zu bestaunen.

Erneut gestärkt machte ich mich auf den Weg nach Königshütte. Am Wasserfall wurde getankt und anschliessend die Ruine Königsburg besichtigt.

An der Überleitungssperre vorbei ging es dann Richtung Rübeland, kurz vorm „Hohen Kleef“ war dann aber Schluss für heute, bei guter Aussicht in einer gemütlichen Hütte wurde ein anständiges Abendmahl eingeworfen.

4. Tag 15.05.2010

Nach wirklich erholsamen Schlaf ging es an diesem Tag in leichtem Nieselregen an den Endspurt. Rübeland war sehr schnell durchquert, kein Ort an dem man sich lange aufhalten muss. Das oft als schön bezeichnete Bodetal ging mir gehörig auf den Sack, da der Weg extrem matschig war und es permanent regnete. Der Weg bis zur Talsperre Wendefurth zog sich dann doch etwas hin.

Wenig später traf ich noch den Kollegen hier :

Über Altenbrak und Treseburg ging es dann in die Bodeschlucht. Der Weg in die Bodeschlucht war jedoch wegen Erdrutsch und Steinschlag gesperrt, was mich aber nicht davon abhielt meine Wanderung zu beenden. Auf Grund der Sperrung hatte ich dann die Bodeschlucht bis auf 3 weitere Wandere für mich allein. Der Erdrutsch stellte sich dann auch als harmlos heraus. Wenig später erreichte ich dann auch schon den Bodekessel, welcher wirklich sehenswert ist.

Anschliessend führte mich der Weg über die Teufelsbrücke nach Thale, wo ich um 15:16 in den Zug richtung Heimat stieg.

Gesamtlänge der Tour : 108 km (mit Umwegen und Abstechern)

Advertisements
Kategorien:On Tour Schlagwörter:
  1. Es gibt noch keine Kommentare.
  1. No trackbacks yet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: