Startseite > On Tour > Harz 02.06.2011 – 05.06.2011

Harz 02.06.2011 – 05.06.2011

Blick auf Ilsenburg

Hier nun ein längst überfälliger Bericht über unsere verlängerte Wochenendtour im Harz. Geplant war mal wieder eine Rundtour ab Ilsenburg, der eigentliche Plan sah vor im großen Bogen um den Brocken rum zu laufen, wurde aber während der Tour kurzfristig umgeworfen. Vielleicht hatten wir uns zu viel vorgenommen, vielleicht war auch das Wetter schuld, welches mit Temperaturen um 30 Grad ziemlich drückte und immer wieder im Schatten zum verweilen einlud. Jedenfalls stellten wir am 02.06.2011 gegen 15:00 das Auto am Wanderparkplatz im Ilsental ab und begaben uns auf den Weg. Nach wenigen Metern hatte ich bereits mit ca. 280 Puls zu kämpfen, was nicht am einfachen Weg lag. War doch immerhin Himmelfahrt und uns kamen reihenweise mitunter stark angetrunkene zum Teils pöbelnde Idioten entgegen. Wir verliessen die Wanderautobahn bergauf Richtung Ilsenstein, auch hier reihenweise Volk unterwegs, immerhin von der netteren Sorte.

Kurze Pause am geschlossenem Gasthof Ilsenstein, schon gings weiter über den Pisseckenplatz, wo wir wieder einmal auf ne Gruppe halbstarke trafen…. Der hohe Puls schlug mittlerweile in verstärkte Aggression um, trotzdem kühlen Kopf bewahrt und weiter Richtung Gasthof Steinerne Renne gezogen. Der Gastwirt und sein Team waren gerade dabei die Spuren der Invasion des saufenden Volks zu beseitigen, überall Flaschen, Müll und Scherben. Ein kaltes Alster bekamen wir dennoch mit aller Freundlichkeit serviert, obwohl bereits Ladenschluss war. Herzlichen Dank dafür!! Mittlerweile war es knapp 19:00 und wir brauchten ja noch einen Platz zum lagern. Also schnell ausgetrunken, Rucksack geschultert und los. Wir erstiegen die Leistenklippen halb und querten über den Obersten Hangweg an ihnen vorbei. Sagenhafte Hütte im Blickfeld, leider bereits besetzt…. 😦

Gasthof Steinerne Renne

Also Abstieg Richtung Hexenstieg / Glashüttenweg und am Trudenstein vorbei Richtung Spinne, ein Punkt an dem mehrere Wege zusammenlaufen. Die Schutzhütte hier war nicht belegt. Da es mittlerweile fast dunkel war, quartierten wir uns hier ein, auch wenn ich Hütten an Wegekreuzungen eigentlich nicht bevorzuge, ist doch meisst am Morgen mit verstärktem Verkehr zu rechnen. Schnell den Bushbuddy angeschmissen, ausgiebig gefuttert und ab in die Penntüten. Nach dem Frühstück, noch während des Packens herrschte bereits ordentlich Trouble, der Ranger fuhr 3 mal mit seinem Kombi samt Anhänger vorbei, schenkte uns aber jedoch keine Beachtung, war wohl ganz mit der Organisation seiner Luchs – Tage beschäftigt. Auch gruppenweise Mountainbiker und Wanderer fanden sich an der Spinne ein.

Also machten wir uns auf den Weg um diesmal die Leistenklippen komplett zu besteigen. Über einen wirklich schönen Weg gelangten wir immer weiter nach oben. Dort angekommen, bot sich eine sagenhafte Aussicht bei bestem Wetter. Brocken und das gesammte Harzvorland waren gut zu sehen. Nach ca 30 min. stiegen wir erneut über den Oberen Hangweg ab und liefen anschliessend über den Glashüttenweg Richtung Norden weiter.

Weg zu den Leistenklippen

Blick auf den Wurmberg

An den Hohensteinklippen bogen wir Richtung Osten ab um den Ottofelsen zu besteigen. Auch hier verstärktes Aufkommen von Tageswanderen. Trotzdem schön und gute Aussicht.

Ottofelsen

Über Hasserode sollte es weiter zur Zillerbachtalsperre gehen, Hasserode wurde planmässig passiert, danach ging einiges mit der Wegfindung daneben, über Umwege gelangten wir jedoch auf den richtigen Weg. Nobody’s perfect! 😉 Wäre ja nicht weiter schlimm gewesen, mittlerweile stand die Sonne jedoch hoch und ballerte mit gut 30 Grad auf den ungeschützten Weg, der sich stetig bergauf zog….. Irgendwann erreichten wir dann doch noch den Gasthof „Armeleuteberg“, der noch ein kühles Alster und trotz bereits geschlossener Küche warme Bockwürste samt Brot servierte. An dieser Stelle mal wieder ein herzliches Dankeschön an die netten Gastwirte im Oberharz!!!! Hier trafen wir auch auf zwei Wanderer der UH ( Ultra – heavy ) Fraktion. BW – Kampfstiefel an den Füßen, Rucksäcke jenseits von Gut und Böse, prankte doch an dem einen der Aufdruck „75 + 10 Liter“. Das Glock – Kampfmesser mit 17cm Klingenlänge und rund 250g Gewicht am Gürtel durfte natürlich auch nicht fehlen….. Gerüchteweise tobt immer noch der Mammut durch den Harz, und da muss man natürlich gewappnet sein. Die beiden brachen vor uns auf, ein Bild für die Götter. Rucksack mit beiden Armen(!!!) auf den Tisch gehievt, in die Schultergurte gekrabbelt und dann aus den Beinen hochgedrückt. Nun konnte es losgehen, vorm Gasthof wurde die Marschrichtung noch per Spiegelkompass bestimmt, obwohl es nur nach rechts und links ging und zwei Meter vorm Gasthof nen Wegweiser stand… Ich hoffe die beiden haben sich nicht verlaufen, wär schade drum.

Zillerbachtalsperre

Jedenfalls hielt die Bockwurst leider auch nicht ewig und so brachen wir auch auf, nachdem die netten Gastwirte uns noch mit reichlich Trinkwasser versorgt hatten. Etwas oberhalb vom Gasthof am Skilift mit Blick auf Wernigerode spürte ich ein kurzes stechen im Bein, dachte erst an eine Bremse, war dann aber doch ne Zecke, sie wurde kurzerhand entfernt und anschliessend hingerichtet. Wir liefen dann noch weiter zur Schutzhütte am Scharfenstein und verbrachten die Nacht dort.

Am nächsten Morgen liefen wir an der Zillerbachtalsperre vorbei nach Drei Annen Hohne. Hier versorgten wir uns mit Gulasch, Alster und Kippen. Auch ein Eis war noch drin, immerhin herrschten wieder um die 30 Grad. Anschliessend betraten wir wieder den Nationalpark Harz und stiegen Richtung Glashüttenweg auf. Am Trudenstein macht wir noch eine kurze Rast, am frühen Abend ging es erneut an der Spinne vorbei Richtung Molkenhausstern, wo wir einen schönen Sonnenuntergang beobachten konnten.

kitschiger Sonnenuntergang....

Anschliessend gab es Abendessen und wir legten uns hin. Zum Frühstück schlug eine  ca 30 köpfige Gruppe Rentner auf, die vom Brocken kamen. Sie blieben zum Glück nicht lange und auch wir machten uns auf den Weg Richtung Ilsetal. An den Ilsefällen macht wir noch eine kurze Pause und kühlten unsere Füße, herrlich! Kurz vor Ilsenburg verliessen wir das Ilsetal und stiegen noch zur Taubenklippe auf, über den Froschfelsen und schliesslich den Borkenkäferpfad ging es dann zum Parkplatz zurück.

Blick zurück zum Brocken

Gesamtstrecke : 85 km

Advertisements
Kategorien:On Tour Schlagwörter: ,
  1. Es gibt noch keine Kommentare.
  1. No trackbacks yet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: