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Bohusleden, 23.06.2011 – 30.06.2011 Tag 1

Am 23.06.2011 flogen wir von Hamburg nach Göteborg um den nördlichen Teil des Bohusledens in Südschweden in Angriff zu nehmen. Der Flug verlief reibungslos, und nachdem wir unser Gepäck wieder und uns ein paar Kronen besorgt hatten, stiegen wir direkt vor dem Flughafen „Landvetter“ in den Shuttle Bus nach Göteborg. Schräg gegenüber des Bus Terminals im Keller eines Kaufhauses befindet sich ein Outdoorladen, wo wir uns noch schnell Spiritus besorgten. Zurück am Terminal stiegen wir in den Bus nach Munkedal, zwischendurch mussten wir noch einmal umsteigen, verlief aber auch problemlos. In Munkedal angekommen besorgten wir uns noch Chips und Kekse, diesen Luxus sollte es ja die nächsten Tage nicht mehr geben. Wir verließen Munkedal, nahmen am Ortsausgang an einem Fluß noch Wasser auf und stiessen nach ca. 2 km auf den Bohusleden. Es konnte losgehen!

Wir folgten dem Bohusleden zunächst noch über breitere Forstwege an einigen Häusern vorbei, bis wir schon nach kurzer Zeit auf einen Wasserfall stießen. Dieser wird oberhalb über eine Brücke gequert, von wo aus man einen guten Ausblick auf die Lachstreppen und die nähere Umgebung hat.

Haus am Bohusleden

Lachstreppen am Wasserfall

Direkt danach wurde der Weg auch langsam interessanter, wir trafen die ersten Schafe und es wurde zunehmend hügeliger. Der Weg führte nun durch lichten Wald, bis wir auf eine Lichtung kamen, auf der einige Ruinen standen. Hier stand früher mal ein Sägewerk.

Hier geht's lang!

Der Bohusleden ist Orange durchmakiert

Alte Ruinen des Sägewerks

Kurz darauf kamen wir zu einem größeren See, hier trafen wir auf drei Angler. Die nächste Woche sollten wir auf dem Trail nur 11 weitere Personen treffen… Die Nordhälfte kann man also nicht grade als überlaufen bezeichnen, aber so erhofft man sich das ja auch. Die Angler ließen wir rechts liegen, folgten dem Bohusleden über eine kleine Brücke weiter entlang des Ufers. Nach dem See ging es leider wieder auf einen Forstweg. Während wir dort lang schlenderten nahm ich eine hektische Bewegung am rechten Wegesrand war. Der kleine Kerl bewegte sich dann aber nicht mehr und war stark am Hyperventilieren. Hinter ihm im Gebüsch hörte man das Gezeter seiner Kumpels. Schnell ein Foto gemacht und weiter, bevor der Kollege noch nen Herzklabaster bekam. Richtig, hierbei handelte es sich um einen Lemming, die man durchaus so erschrecken kann, daß sie tot umfallen. Haben halt nen hektischen Kreislauf. Kaum waren wir ein paar Meter weg, war er auch schon nicht mehr zu sehen.

Der erste See

Brücke am See

Lemming in Todesangst

Wir verließen den Forstweg nach einigen hundert Metern jedoch wieder, der Weg wurde wieder etwas wilder. Es ging durch hüfthohes Gras über eine Wiese erneut in den Wald. Wie die Karte uns verriet, querten wir nun eine Landzunge, die den See mit den Anglern einschnitt. Nach dieser Halbinsel und einer weiteren Uferpassage sollten wir unser heutiges Ziel erreichen. Diese Halbinsel war eigentlich ein großer Hügel, der leider im oberen Bereich komplett abgeholzt war. Die Wegfindung war hier nicht ganz einfach, da die Markierungen an die Bäume gemalt wurden und die lagen nun ja alle auf dem Boden. Nach dem Kahlschlag ging es dann aber zügig bergab, erneut über Forstwege an einem Haus vorbei umrundeten wir den See, durch dichteren Wald folgten wir noch einen knappen Kilometer dem Trail und erreichten gegen 22:00 Uhr „unsere“ Schutzhütte. Sie war unbesetzt , wir richteten uns ein, futterten und gingen recht schnell schlafen.

Ufer vor der Hütte

Schutzhütte

Wir hatten zwar auch ein Tarptent dabei für den Fall das mal eine Hütte belegt sein sollte denn die Hütten stehen recht weit auseinander, es ist also empfehlenswert eine Backup Lösung dabeizuhaben. Aber genau wie den Spiritus haben wir das Zelt die ganze Woche nicht benötigt. Der Spiritus diente letztendlich nur zum schnellen Feuer machen, irgendwann habe ich ihn dann in einer der Hütten für andere Wanderer zurückgelassen. Wir kochten ausschliesslich auf dem Bushbuddy, was wie zu erwarten bestens funktionierte, gab es doch permanent ausreichend Kleinholz.

Höhenprofil Tag 1

Distanz : 12,9 km

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