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Harz 02.06.2011 – 05.06.2011

Blick auf Ilsenburg

Hier nun ein längst überfälliger Bericht über unsere verlängerte Wochenendtour im Harz. Geplant war mal wieder eine Rundtour ab Ilsenburg, der eigentliche Plan sah vor im großen Bogen um den Brocken rum zu laufen, wurde aber während der Tour kurzfristig umgeworfen. Vielleicht hatten wir uns zu viel vorgenommen, vielleicht war auch das Wetter schuld, welches mit Temperaturen um 30 Grad ziemlich drückte und immer wieder im Schatten zum verweilen einlud. Jedenfalls stellten wir am 02.06.2011 gegen 15:00 das Auto am Wanderparkplatz im Ilsental ab und begaben uns auf den Weg. Nach wenigen Metern hatte ich bereits mit ca. 280 Puls zu kämpfen, was nicht am einfachen Weg lag. War doch immerhin Himmelfahrt und uns kamen reihenweise mitunter stark angetrunkene zum Teils pöbelnde Idioten entgegen. Wir verliessen die Wanderautobahn bergauf Richtung Ilsenstein, auch hier reihenweise Volk unterwegs, immerhin von der netteren Sorte.

Kurze Pause am geschlossenem Gasthof Ilsenstein, schon gings weiter über den Pisseckenplatz, wo wir wieder einmal auf ne Gruppe halbstarke trafen…. Der hohe Puls schlug mittlerweile in verstärkte Aggression um, trotzdem kühlen Kopf bewahrt und weiter Richtung Gasthof Steinerne Renne gezogen. Der Gastwirt und sein Team waren gerade dabei die Spuren der Invasion des saufenden Volks zu beseitigen, überall Flaschen, Müll und Scherben. Ein kaltes Alster bekamen wir dennoch mit aller Freundlichkeit serviert, obwohl bereits Ladenschluss war. Herzlichen Dank dafür!! Mittlerweile war es knapp 19:00 und wir brauchten ja noch einen Platz zum lagern. Also schnell ausgetrunken, Rucksack geschultert und los. Wir erstiegen die Leistenklippen halb und querten über den Obersten Hangweg an ihnen vorbei. Sagenhafte Hütte im Blickfeld, leider bereits besetzt…. 😦

Gasthof Steinerne Renne

Also Abstieg Richtung Hexenstieg / Glashüttenweg und am Trudenstein vorbei Richtung Spinne, ein Punkt an dem mehrere Wege zusammenlaufen. Die Schutzhütte hier war nicht belegt. Da es mittlerweile fast dunkel war, quartierten wir uns hier ein, auch wenn ich Hütten an Wegekreuzungen eigentlich nicht bevorzuge, ist doch meisst am Morgen mit verstärktem Verkehr zu rechnen. Schnell den Bushbuddy angeschmissen, ausgiebig gefuttert und ab in die Penntüten. Nach dem Frühstück, noch während des Packens herrschte bereits ordentlich Trouble, der Ranger fuhr 3 mal mit seinem Kombi samt Anhänger vorbei, schenkte uns aber jedoch keine Beachtung, war wohl ganz mit der Organisation seiner Luchs – Tage beschäftigt. Auch gruppenweise Mountainbiker und Wanderer fanden sich an der Spinne ein.

Also machten wir uns auf den Weg um diesmal die Leistenklippen komplett zu besteigen. Über einen wirklich schönen Weg gelangten wir immer weiter nach oben. Dort angekommen, bot sich eine sagenhafte Aussicht bei bestem Wetter. Brocken und das gesammte Harzvorland waren gut zu sehen. Nach ca 30 min. stiegen wir erneut über den Oberen Hangweg ab und liefen anschliessend über den Glashüttenweg Richtung Norden weiter.

Weg zu den Leistenklippen

Blick auf den Wurmberg

An den Hohensteinklippen bogen wir Richtung Osten ab um den Ottofelsen zu besteigen. Auch hier verstärktes Aufkommen von Tageswanderen. Trotzdem schön und gute Aussicht.

Ottofelsen

Über Hasserode sollte es weiter zur Zillerbachtalsperre gehen, Hasserode wurde planmässig passiert, danach ging einiges mit der Wegfindung daneben, über Umwege gelangten wir jedoch auf den richtigen Weg. Nobody’s perfect! 😉 Wäre ja nicht weiter schlimm gewesen, mittlerweile stand die Sonne jedoch hoch und ballerte mit gut 30 Grad auf den ungeschützten Weg, der sich stetig bergauf zog….. Irgendwann erreichten wir dann doch noch den Gasthof „Armeleuteberg“, der noch ein kühles Alster und trotz bereits geschlossener Küche warme Bockwürste samt Brot servierte. An dieser Stelle mal wieder ein herzliches Dankeschön an die netten Gastwirte im Oberharz!!!! Hier trafen wir auch auf zwei Wanderer der UH ( Ultra – heavy ) Fraktion. BW – Kampfstiefel an den Füßen, Rucksäcke jenseits von Gut und Böse, prankte doch an dem einen der Aufdruck „75 + 10 Liter“. Das Glock – Kampfmesser mit 17cm Klingenlänge und rund 250g Gewicht am Gürtel durfte natürlich auch nicht fehlen….. Gerüchteweise tobt immer noch der Mammut durch den Harz, und da muss man natürlich gewappnet sein. Die beiden brachen vor uns auf, ein Bild für die Götter. Rucksack mit beiden Armen(!!!) auf den Tisch gehievt, in die Schultergurte gekrabbelt und dann aus den Beinen hochgedrückt. Nun konnte es losgehen, vorm Gasthof wurde die Marschrichtung noch per Spiegelkompass bestimmt, obwohl es nur nach rechts und links ging und zwei Meter vorm Gasthof nen Wegweiser stand… Ich hoffe die beiden haben sich nicht verlaufen, wär schade drum.

Zillerbachtalsperre

Jedenfalls hielt die Bockwurst leider auch nicht ewig und so brachen wir auch auf, nachdem die netten Gastwirte uns noch mit reichlich Trinkwasser versorgt hatten. Etwas oberhalb vom Gasthof am Skilift mit Blick auf Wernigerode spürte ich ein kurzes stechen im Bein, dachte erst an eine Bremse, war dann aber doch ne Zecke, sie wurde kurzerhand entfernt und anschliessend hingerichtet. Wir liefen dann noch weiter zur Schutzhütte am Scharfenstein und verbrachten die Nacht dort.

Am nächsten Morgen liefen wir an der Zillerbachtalsperre vorbei nach Drei Annen Hohne. Hier versorgten wir uns mit Gulasch, Alster und Kippen. Auch ein Eis war noch drin, immerhin herrschten wieder um die 30 Grad. Anschliessend betraten wir wieder den Nationalpark Harz und stiegen Richtung Glashüttenweg auf. Am Trudenstein macht wir noch eine kurze Rast, am frühen Abend ging es erneut an der Spinne vorbei Richtung Molkenhausstern, wo wir einen schönen Sonnenuntergang beobachten konnten.

kitschiger Sonnenuntergang....

Anschliessend gab es Abendessen und wir legten uns hin. Zum Frühstück schlug eine  ca 30 köpfige Gruppe Rentner auf, die vom Brocken kamen. Sie blieben zum Glück nicht lange und auch wir machten uns auf den Weg Richtung Ilsetal. An den Ilsefällen macht wir noch eine kurze Pause und kühlten unsere Füße, herrlich! Kurz vor Ilsenburg verliessen wir das Ilsetal und stiegen noch zur Taubenklippe auf, über den Froschfelsen und schliesslich den Borkenkäferpfad ging es dann zum Parkplatz zurück.

Blick zurück zum Brocken

Gesamtstrecke : 85 km

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Hikinglight wird CO2 neutral!

Diverse blogs aud dem hiking Bereich sind es bereits und nun schliesse auch ich mich an! Hikinglight wird CO2 – neutral! Manch einer fragt sich nun, wie kann ein blog CO2 neutral sein, bzw. warum hat ein blog einen Schadstoffaustoß? Der Gedanke dahinter ist folgender : Ein blog wird auf einem Server gehostet und dieser verbraucht nun einmal Strom und somit trägt der Server und somit auch das blog zum Schadstoffausstoß bei. Kaufda.de hat die Initiative „Machs Grün“ ins Leben gerufen um diesen Schadstoffausstoß wieder grade zu biegen. Gemeinsam mit iplantatree.org wird für jeden blogger der sich registriert ein Baum gepflanzt. Die ersten Bäume wurden bereits gepflanzt, und zwar im Harz, was mich natürlich besonders freut. Das Ganze ist für den blogger kostenlos, was ein Grund mehr ist, diese Initiative zu unterstützen!

Blogs, die diesen Service unterstützen erkennt man an folgendem Symbol :

Auch auf meinem blog ist nun so ein button unten rechts zu finden.

Hikinglight wird also GRÜN und ist ab sofort dabei!

Kategorien:Sonstiges Schlagwörter: ,

Harz 20.08.2010 – 21.08.2010

4. Januar 2011 2 Kommentare

Mal wieder ging es an diesem Wochenende in den Harz, diesmal mit meinem Kumpel. Das Wetter war vom Besten, vielleicht ein bischen warm, wie sich später noch rausstellen sollte…. Wie dem auch sei, wir kamen am Freitag erst ziemlich spät los, irgendjemand von uns beiden tauchte erst mit ordentlicher Verspätung bei mir auf. Kurz nach 17:30 gings dann auf die Piste richtung Süden, gegen 20:00 die Karre in Ilsenburg zurückgelassen und schon gings los. Das Wetter drückte dann doch recht ordentlich, wir liessen es gemächlich angehen. Die klassische Route stand auf dem Plan, an der Ilse entlang, vorbei am Kruzifix richtung Eckerstausee. Als wir dort ankamen, dämmerte es bereits, mithilfe von Stirnlampe und Karte weiteres Vorgehen besprochen und für eine Umrundung des Stausees entschlossen. Also am Ufer entlang gestolpert, bei mittlerweile völliger Dunkelheit noch einen fluchenden Mountainbiker getroffen, kurz danach standen wir auf der Staumauer, dank Mond bei recht gutem Ausblick.

Die künstliche Quelle hinter der Staumauer versorgte uns mit frischem Wasser, danach ging es weiter um den See herum und schon bald schlugen wir den Pionierweg ein. Der Weg machte nen recht guten Eindruck, auch bei Sichtweite von ein paar Metern! Ich war ihn vorher noch nicht gelaufen, sollte man sich aber noch mal im Hellen geben…

Anschliessend stolperten wir noch ein bischen durchs Gehölz, die Skihütte war unser Ziel für die Nacht. Wir richteten uns dort einigermaßen ein, futterten noch was zu Abend und hauten uns auf die Bänke.

….Was ein Fehler war, jedenfalls auf meiner Seite! Holzwürmer sind auch Nachts aktiv und futtern sich auch zu später Stunde durchs Gebälk! Hätte mir niemals vorstellen können daß das so laut sein kann, naja lag ja auch direkt daneben. Zum Umlagern war ich dann aber irgendwie auch zu Faul, so wurd es ne recht schlaflose Nacht, kurz bevor es hell wurde hatte ich dann doch die Schnauze voll und lagerte auf den Schotterboden um, ein Blick nach rechts und ich sah das ganze Ausmaß, bergeweise „Sägespäne“ von den Würmern. Ein Blick nach links, nich viel zu sehen, ne schemenhafte Gestalt auf ner Bank liegend, dafür war dezentes Schnarchen zu vernehmen…

Höhenprofil 1. Tag

Nach ner weiteren Stunde waren wir dann beide wach und es ging ans Frühstück, danach zusammenpacken, noch schnell nen Foto gemacht und gegen 7:45 gings dann los.

Skihütte - unser Nachtlager

Skihütte - unser Nachtlager

Wir liefen beide gut gestärkt richtung Torfhausmoor los, zum erneuten Wasseraufnehmen rasteten wir noch kurz an einem Bach, die morgen Hygiene wurde hier auch nachgeholt. Ziemlich frisch das Wasser, mit torfiger Trübung, und torfigem Geschmack…

Torfwasserbach

Torfwasserbach

Bach, die 2te....

Wenig später erreichten wir das Große Torfhausmoor, diesmal bei klarem Wetter, kannte ich bisher nur im Nebel. Hier gönnten wir uns ne kurze Pause.

Torfhausmoor

Weiter gings dann über Torfhaus, an etlichen Touris vorbei zur Wolfswarte. Da es bereits ziemlich warm war, nahmen wir nocheinmal Wasser am Clausthaler Flutgraben auf.

Clausthaler Flutgraben

Nun konnte es endlich auf die Wolfswarte gehen, die Stimmung war noch gut….

Weg auf die Wolfswarte

Oben angekommen hatten wir einen herrlichen 360° Ausblick auf Altenau und den Brocken, wir gönnten uns eine etwas längere Pause, bis die ersten Touris eintrafen, Ehepaar mit Enkel usw. Doch auch ein echter „Harzprofi“ war unter ihnen, in voller Montur, mit Kniestrümpfen, Gamsbarthut und allem drum und dran. Als die Grannies was fragten, besaß ich die Bosheit zu antworten und wurde von unserem „Harzprofi“ mit bösen Blicken und Nichtachtung gestraft, nach zweimaliger Musterung entsprach ich wohl mit Trailrunnern nicht so ganz seinem Ideal des Wandermannes!

Blick von der Wolswarte auf Altenau

Blick von der Wolswarte auf den Brocken

Es roch verdammt streng nach Spiessern, und so sahen wir zu das wir Land gewannen. Wir stiegen auf der anderen Seite ab, umrundeten abwärts die Wolfswarte halb, und schlugen den Weg zum Oderteich ein. Mittlerweile waren es um die 30° C , das Ufer des Teiches glänzte jedoch mit Schlick und keiner Rastmöglichkeit, dazu kam bei mir die Müdigkeit. Als endlich eine Bank in sicht kam, begrüßte diese uns mit einem Wespennest unter ihr….

Also weiter zum Parkplatz, wenig später kommt ja ein Gasthaus, das heisst ja kalte Cola und Fritten oder ähnliches. Denkste, Dachstuhl ausgebrannt, Gasthof geschlossen, Traum zerplatzt. Zu dieser Zeit 280 Puls und ne gesunde Portion Zorn, jedenfalls bei mir. Nullbockstimmung macht sich breit, bei beiden von uns. Krisengipfel! Karte raus, Gelände sondiert, Rückzug beschlossen! Tourabbruch!

Ich habe ca. ne Stunde mit dem Gedanken gehadert, hatte aber einfach keinen Bock mehr, kam einfach alles zusammen. Tourabbruch gehört sich nicht, war aber nur ne Wochenendtour unweit von zu Hause, grade deswegen ist es wahrscheinlich so leicht gefallen. Beschlossen, Rückmarsch, noch wenigstens ne Nacht zu Hause vernünftig pennen bevor wieder die Frühschicht nervt, zugegeben, der Gedanke an den Kühlschrank mit kaltem Bier hat wohl den Rest erledigt.

Am Gasthof vorbei liefen wir weiter zum Brocken. Der Plan war, nicht über den Brocken nach Ilsenburg zu kommen, sondern auf halber Höhe westlich an ihm vorbei zu laufen. An einer Weggabelung stießen wir auf die Schutzhütte „Schierker Straße“, oder was von ihr übrig war, nämlich gar nichts. Knapp 3 Monate vorher hatte ich noch in ihr übernachtet, nun war sie weg, abgebaut. Wenig später erreichten wir über Dreieckiger Pfahl den Eckersprung, ab hier begann der Abstieg zur Rangerstation Scharfenstein. Ab hier den üblichen Weg durchs Ilsetal zurück zum Auto, welches wir nach 35 km gegen 19:30 erreichten.

Höhenprofil 2. Tag

Diese 23,5 Stunden Harz – Exkursion endete nach 46,7 km mit gemischten Gefühlen.

Bitterer Beigeschmack der Abbruch, doch es war ja „nur“ der Harz. Man sollte auch nicht nach 12 Tagen Schichtarbeit mit zu wenig Schlaf zu viel von sich erwarten. Kommen dann noch nervende Holzwürmer, abgebrannte Gasthausdachstühle und zu warmes Wetter dazu, ist Ärger vorprogrammiert!

Es kann nur besser werden!!

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Harz 21.05.2010 – 24.05.2010

13. Juli 2010 1 Kommentar

Erneut ging es an diesem verlängertem Wochenende in den Harz, diesmal zu einer Rundtour zu zweit, mit meiner Freundin. Gestartet wurde Freitag Mittag in Ilsenburg, wo wir das Auto stehenliessen. An der Ilse entlang ging es bei schönstem Wetter durch den Wald richtung Kruzifix, welches wir nach kurzer Zeit erreichten.

Nach kurzer Rast und Pause für ein paar Fotos schlenderten wir weiter Richtung Eckerstausee. Hier machten wir eine längere Pause, genossen die Sonne und entschieden uns schliesslich in der Schutzhütte zu nächtigen. Mitten in der Nacht wurden wir jedoch durch eine Gruppe Pfadfinder im halbstarken Alter gestört, die neben der Hütte lautstark ihr Lager errichteten.

2. Tag, 22.05.2010

Der Morgen gehörte uns, wir Frühstückten und packten zusammen ehe unsere Nachbarn wach waren. Über die Staumauer machten wir uns in Richtung Bad Harzburg, vorbei an der Gastsätte Molkenhaus, auf um Spiritus zu besorgen. Irgendjemand war der Meinung wir hätten nicht genug dabei…..

Nachdem wir Bad Harzburg verlassen hatten erreichten wir kurze Zeit später das „Kreuz des Deutschen Ostens“.

Weiter gings zum Gasthof Rabenklippe, Luchsgehege ansehen und Kuchen einwerfen.

Halb satt ging es über Eckerstausee und Kruzifix zurück zur Ernstberger Hütte. Hier gabs was handfestes, danach richteten wir uns zum Schlafen ein.

3. Tag, 23.05.2010

Nach einer ruhigen Nacht frühstückten wir bei bestem Wetter vor der Hütte, um uns für den Brockenaufstieg zu stärken. Nachdem Tageswanderer mit Palettenweise Kümmerling & Co. auftauchten und  nach unserer Bank gierten, packten wir den Rest zusammen und verzogen uns…

Über das kleine Sandtal erreichten wir bald die Rangerstation an der Scharfensteinklippe, Alster tanken. Danach machtem wir uns bei bester Sicht an den Brockenaufstieg.

Auf Grund der Hitze musste oben ein weiteres Alster vernichtet werden. Der Abstieg erfolgte auf der anderen Seite richtung Eckerloch.

Über den Bahnparallelweg erreichten wir die Hütte an der Alten Bobbahn.

Strategisch an einer Wegekreuzung ungünstig gelegen, entschieden wir uns über die Feuersteinklippen weiter zur Skihütte zu laufen, wo wir dann die Nacht verbrachten.

4. Tag, 24.05.2010

Der Morgen bescherte uns Nieselregen, was uns aber nicht davon abhielt über Ahrensklint, Glashüttenweg und Brockenbett die Oberen Zeterklippen zu besteigen. Bei recht starkem Wind bot sich noch mal eine herrliche Aussicht auf den Brocken.

Über die Unteren Zeterklippen ging es weiter über Molkenhausstern und Wolfsklippen zum Gasthof Plessenburg, das nächste Alster verschlingen. Das Wetter versprach nichts Gutes, so daß wir uns schnell auf den Weg nach Ilsenburg zum Auto machten. Es half alles nichts, wir gerieten in einen heftigen Platzregen, der uns völlig durchnässte, und, wie sich später rausstellte mein Iphone killte. Zum Glück erreichten wir bald das Auto, es regnete natürlich nicht mehr. Trotz Regen zufrieden mit der Tour traten wir den Heimweg an.

Gesamtlänge der Tour : 78 km

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Harzer Hexenstieg Solo 12.05.2010 – 15.05.2010

Am 12.05.2010 gings per Bahn nach Osterode. Der Zug spuckte mich kurz nach 20:00 Uhr aus, so daß ich gegen 20:30 am Start des Hexenstieges ankam.

Der Plan war, an diesem Abend noch bis zum Eselsplatz zu laufen, um dort in der Schutzhütte zu nächtigen. Diese war leider schon belegt, also hiess es weiterlaufen. So langsam wurde es dann auch dunkel und die Temperaturen gingen auf 4° C. Am Mangelhalber Tor wurde deswegen kurz pausiert und sich gestärkt. Die nächste Schutzhütte auf dem Weg wäre an den Bärenbrucher Teichen gewesen, ich machte jedoch einen Abstecher zu der Gerhard – Gärtner – Hütte und nächtige dort, was sich als richtig erwies, wie sich am nächsten morgen rausstellen sollte.

2. Tag 13.05.2010

Nach einem kurzen Frühstück wurde am Morgen schnell zusammengepackt um weiterzulaufen. Schon wenig später, gegen 6:15 kam ich an der Schutzhütte an den Bärenbrucher Teichen vorbei, aus der heftiges Schnarchen drang. Zum Glück habe ich den Abstecher am Abend vorher gemacht…

So langsam wurde der Weg auch interessant, ging es doch ab jetzt ins Oberharzer Wasserregal. Bis hierher rühmte sich der Hexenstieg leider nur mit Forstautobahnen. Leider spielte das Wetter auch an diesem Tag nicht mit, es nieselte leicht. Es kam wie es kommen musste : Durch feuchte Wegbedingungen und Baumwurzeln legte ich mich am Entensumpf auf die Schnauze!

Wenig später errichte ich ein technisches Higlight des Wasserregals, die Hutthaler Widerwaage. Diese ermöglichte es den Bergleuten, den Wasserlauf umzukehren und das Wasser in die jeweils gewünschte Richtung fliessen zu lassen.

Entlang des Dammgraben Systems ging es weiter Richtung Polsterberger Hubhaus. Da der Magen knurrte, wurde ein Abstecher zum Jägersbleeker Teich gemacht um dort ausgiebig zu rasten, Wasser aufzunehmen und Tee zu trinken, war dann doch recht schattig.

Gut gestärkt ging es über Altenau Richtung Torfhaus weiter. Mittlerweile dichter Nebel, doch das hielt diverse Touristen und Tageswanderer nicht ab, also schnell weiter zum Großen Torfhausmoor.

Ab jetzt beginnt das, was man Brockenaufstieg nennt. Mir kamen nur Touristen entgegen, ich war der einzige der noch Richtung Brocken ging, lag wahrscheinlich am Nebel und der Uhrzeit, war ja schon gegen 16:00. Für mich ging es dann nur noch bis zur Hütte Eckersprung, ich hatte für diesen Tag genug…. Da man hier nicht vernünftig lagern kann, ging es über die Hütte „Dreieckiger Pfahl“ zur Hütte „Schierker Straße“, leichter Umweg und Abstieg, was solls. Hier hatte ich jedenfalls meine Ruhe, auch wenn das Dach leckte.

3. Tag 14.05.2010

Nach einer nicht sehr erholsamen kurzen Nacht, dafür aber ausgiebigem Frühstück ging es gegen 7:00 an den Brockenaufstieg über den „Neuen Goetheweg“. Mal wieder im dichten Nebel, aber wenigstens trocken und auf Grund der Uhrzeit auch schön einsam, ich hatte den „Berg“ für mich!

Am „Gipfel“ angekommen, schnell ein Foto gemacht und dann eine Gulaschsuppe verschlungen.

Satt und aufgewärmt ging es dann an den Abstieg über Brockenchaussee und Glashüttenweg zum Trudenstein

Recht schnell war ich dann in Drei Annen Hohne, bei einer Erbsensuppe und einem köstlichen Alster gab es noch die Harzer Schmalspurbahn zu bestaunen.

Erneut gestärkt machte ich mich auf den Weg nach Königshütte. Am Wasserfall wurde getankt und anschliessend die Ruine Königsburg besichtigt.

An der Überleitungssperre vorbei ging es dann Richtung Rübeland, kurz vorm „Hohen Kleef“ war dann aber Schluss für heute, bei guter Aussicht in einer gemütlichen Hütte wurde ein anständiges Abendmahl eingeworfen.

4. Tag 15.05.2010

Nach wirklich erholsamen Schlaf ging es an diesem Tag in leichtem Nieselregen an den Endspurt. Rübeland war sehr schnell durchquert, kein Ort an dem man sich lange aufhalten muss. Das oft als schön bezeichnete Bodetal ging mir gehörig auf den Sack, da der Weg extrem matschig war und es permanent regnete. Der Weg bis zur Talsperre Wendefurth zog sich dann doch etwas hin.

Wenig später traf ich noch den Kollegen hier :

Über Altenbrak und Treseburg ging es dann in die Bodeschlucht. Der Weg in die Bodeschlucht war jedoch wegen Erdrutsch und Steinschlag gesperrt, was mich aber nicht davon abhielt meine Wanderung zu beenden. Auf Grund der Sperrung hatte ich dann die Bodeschlucht bis auf 3 weitere Wandere für mich allein. Der Erdrutsch stellte sich dann auch als harmlos heraus. Wenig später erreichte ich dann auch schon den Bodekessel, welcher wirklich sehenswert ist.

Anschliessend führte mich der Weg über die Teufelsbrücke nach Thale, wo ich um 15:16 in den Zug richtung Heimat stieg.

Gesamtlänge der Tour : 108 km (mit Umwegen und Abstechern)

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